|
Manuel Franzmann (Hg.)
Bedingungsloses Grundeinkommen
Eine Antwort auf die Krise der Arbeitsgesellschaft
300 Seiten, broschiert
1. Auflage 2010
ISBN 978-3-938808-76-4
Mit Durchführung der Schröderschen Arbeitsmarktreformen ist der schon einmal in den 1980er Jahren diskutierte Vorschlag eines bedingungslosen Grundeinkommens und die mit ihm verbundene Diagnose einer »Krise der Arbeitsgesellschaft« in die reformpolitische Debatte zurückkehrt. Sie bilden eine sich zunehmend artikulierende »Antithese« zu dem in Deutschland von der rot-grünen Bundesregierung eingeführten Modell der »aktivierenden Arbeitsmarktpolitik«, das unter anderem eine Kultur des Misstrauens gegenüber Arbeitslosen institutionalisiert hat. Vor diesem Hintergrund versammelt das vorliegende Buch sozialwissenschaftliche Diskussionsbeiträge. Im Anschluss an eine Rekapitulation und Neuformulierung dieser Diagnose, die in Deutschland erstmals von Hannah Arendt prononciert formuliert wurde und nun wie eine »Wiederkehr des Verdrängten« eine Renaissance erfährt, folgen darauf bezogene zeitdiagnostische Fallrekonstruktionen sowie Beiträge zu Fragen der Realisierung des Grundeinkommensvorschlags.
Ausführliche Informationen » (pdf)
Inhaltsverzeichnis » (pdf)
Leseexemplar »
HERAUSGEBER
Manuel Franzmann, geb. 1968, Magister in Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse, war bis Ende 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter im soziologischen Forschungsprojekt des DFG-Sonderforschungs- bereichs »Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel« an der Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Der vorliegende Sammelband ist aus diesem Zusammenhang hervorgegangen. Er ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nordrhein-Westfalen, darüber hinaus Dozent und Doktorand am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität.
Link zum Herausgeber »
REZENSIONEN
»Fazit: Ein interessantes und lesenswertes Buch zu einem aktuellen Thema. In vielen Einzelbeträgen wird die hohe Komplexität der Diagnose und der Maßnahmen der Zielverwirklichung verdeutlicht.«
KZSS, 9/2010, Olaf Struck
»Insgesamt wird versucht, neben der Diagnose und Schilderung von Fallbeispielen insbesondere Lösungsansätze (...) aus sozialwissenschaftlicher Perspektive zu versammeln und so Alternativen und Möglichkeiten systematisch zu analysieren. Gemäß Hannah Arendts "Vita Activa", die u. a. Zeit zur Muße vorsieht, wurde aus einem Workshop und mit dem Band versucht, dies als Alternative zu einer von Arbeit bestimmten Gesellschaft zu diskutieren.«
ZPol online, 01.04.10
|