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Sabine Ammon (Hg.)
Corinna Heineke (Hg.)
Kirsten Selbmann (Hg.)
Wissen in Bewegung
Vielfalt und Hegemonie in der Wissensgesellschaft
248 Seiten, broschiert
1. Auflage 2007
ISBN 978-3-938808-30-6
Mit dem Konzept der »Wissensgesellschaft« wird die gewachsene soziale, politische und ökonomische Bedeutung von Wissen zu fassen versucht. Die Vielfalt unterschiedlicher Wissensarten sowie die Dominanzverhältnisse und Wechselwirkungen zwischen ihnen werden jedoch meist ungenügend reflektiert. Dieses Defizit möchte der Band Wissen in Bewegung mindern.
Die beteiligten Autorinnen und Autoren entwickeln den Wissensbegriff weiter, um die Vielfalt der Wissensformen spiegeln zu können; sie analysieren die Beziehungen zwischen ihnen und stellen dabei die Einflüsse gesellschaftlicher Machtverhältnisse heraus. Sie untersuchen das Verhältnis zwischen indigenem Wissen und westlicher Wissenschaft, entwickeln Wissenskonzeptionen jenseits homogener Einheitskonzepte, verfolgen die Genese von Gegenwissen und beleuchten kritisch die Rolle wissenschaftlicher Akteure in biopolitischen Kontroversen. Sie verbinden philosophische, politologische und soziologische Ansätze sowie theoretische Überlegungen mit praktischen Erfahrungen.
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Dieser Titel ist im Verlag Humanities Online als E-Book erhältlich »
HERAUSGEBERINNEN
Sabine Ammon ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technischen Universität Berlin sowie Lehrbeauftragte am Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung, der Universität der Künste Berlin. Forschungsschwerpunkte: Wissens- und Wissenschaftstheorie, Sprach- und Zeichenphilosophie, Erkenntnistheorie, Technikphilosophie, Architekturtheorie und -ästhetik.
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Corinna Heineke ist Politikwissenschaftlerin und promoviert im Fachgebiet Globalisierung und Politik der Universität Kassel. Forschungsschwerpunkte: Politische Ökonomie traditionellen Wissens, Globalisierung geistiger Eigentumsrechte.
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Kirsten Selbmann ist Biochemikerin, Wissenschaftsjournalistin und promoviert in Politikwissenschaft zur Governance von Biosicherheit in Mexiko und Chile an der Universität Hamburg. Sie koordiniert die Science & Policy Gruppe des Global Governance Projektes am Klimafolgenforschungsinstitut Potsdam.
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REZENSIONEN
»Die einzelnen Beiträge sind druchweg gelungen. (...) Als Ansammlung von teils überblickenden, analysierenden Texten und Einzelanalysen bietet dieser Band einen schönen Einstieg in die Debatte um Wissenspluralismus und seine Probleme.«
Philosophische Rundschau, 4/2009, Ansgar Lyssy
»Diese Weiterungen machen den Band interessant für alle, die die schöne neue Welt der Wissensgesellschaft mit der notwendigen informierten Skepsis betrachten wollen.«
Das Argument 273/2007, Fritz Reusswig
»Vor allem an der Ausbreitung mikrobiologischer und gendiagnostischer Forschungen kann gezeigt werden, dass die Expansion wissenschaftlichen Wissens an eine Zunahme von Nichtwissen gekoppelt ist.
Politisch relevant wird damit die Frage, ob in einer wissensbasierten Gesellschaft das
Nichtwissen als Rechtsgut etabliert werden sollte, um Risiken und Nebenfolgen
systematischer Wissensproduktion – wie beispielsweise genetische Diskriminierung
– einzudämmen.«
ZPOL, 28.03.08, MIR
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