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Andreas Hetzel (Hg.)
Jens Kertscher (Hg.)
Marc Rölli (Hg.)
Pragmatismus - Philosophie der Zukunft?
320 Seiten, broschiert
1. Auflage 2008
ISBN 978-3-938808-54-2
Die an diesem Band beteiligten Autoren betrachten die Motive, Denkfiguren und Ansätze des klassischen Pragmatismus in einer neuen Perspektive – im Hinblick auf eine umfassende Pragmatik jenseits handlungstheoretischer Modellierungen.
Von klassischen Positionen des Pragmatismus ausgehend, suchen sie nach Wegen, das Feld des Praktischen unter Vermeidung subjekt- und handlungstheoretischer Vokabulare zu beschreiben. Praxis erscheint dann nicht länger als abhängig von und bedingt durch die mental verankerten Intentionen eines Subjekts. Ein so detranszendentalisiertes Modell von Praxis bringt diese in die Nähe von Begriffen wie Wirksamkeit, Prozess, Dispositiv und Ereignis. Die Frage nach der Freiheit verschiebt sich in dieser Perspektive zur Frage nach Kontingenz, Diskontinuität und Neuheit; Subjekte sind dann dem Strom des Bewusstseins, der Kette der Zeichen und der Abfolge von Ereignissen nicht in einem transzendentalen Sinne vorgeordnet, sondern jeweils in sie eingeschrieben.
Was für das Handeln allgemein vermutet werden kann, wird auch für das Zeichenhandeln (ausgehend von der Peirceschen Semiotik), das Wissenschaftshandeln (ausgehend von Peirce’ Wissenschaftstheorie), das politische Handeln (ausgehend von Deweys Demokratietheorie), das künstlerische Handeln (ausgehend von Deweys Ästhetik) sowie für Bewusstseinsakte (ausgehend von James’ Psychologie) zur Diskussion gestellt.
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HERAUSGEBER
Andreas Hetzel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der TU Darmstadt sowie Lehrbeauftragter für Philosophie an der Universität Innsbruck. Forschungs- und Veröffentlichungsschwerpunkte: Sprachphilosophie, antike Rhetorik, Politische Philosophie, Kultur- und Sozialphilosophie.
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Jens Kertscher, Studium der Philosophie und Romanistik in Köln, Florenz, Tübingen und Heidelberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der TU Darmstadt. Forschungsgebiete: Sprachphilosophie, Pragmatismus, Hermeneutik.
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Marc Rölli, seit 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der TU Darmstadt. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der philosophischen Anthropologie, französische Philosophie des 20. Jahrhunderts, Wissenschaftstheorie und -geschichte der Biologie und Eugenik, Phänomenologie, Machttheorie, philosophische Ästhetik.
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REZENSIONEN
»Ein Sammelband über die zeitgenössische Rezeption des Pragmatismus im deutschsprachigen Raum - darauf musste man hierzulande trotz des allerorts ausgerufenen »pragmatic turn« lange warten. Ob sie »die« Philosophie der Zukunft ist, oder doch wenigstens der Gegenwart, dieser Frage wird in der sehr differenzierten und facettenreichen Zusammenstellung höchst fachkundig nachgegangen.«
sozialersinn, Heft 1/2009, Tanja Bogusz
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